TRADITIONSWIRTSHAUS "ZUM SPÖCKMEIER" - Geschichte
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Kontakt

Zum Spöckmeier
Rosenstraße 9 (am Marienplatz)
D-80331 München
Tel.: +49 (0)89 268088
Fax: +49 (0)89 2605509
E-Mail: stiftl@spoeckmeier.com

Öffnungszeiten

Gaststätte:
Sonntag - Mittwoch: von 09:00 bis 01:00 Uhr
warme Küche bis 24:00 Uhr
Donnerstag - Samstag: 09:00 bis 03:00 Uhr
warme Küche bis 03:00 Uhr

Biergarten: je nach Wetterlage
Montag - Sonntag: von 09:00 bis 01:00 Uhr
warme und kalte Küche von 09:00 bis 24:00 Uhr

Veranstaltungen

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Geschichte des Traditionswirtshaus „Zum Spöckmeier“

Schon im Jahre 1450 wird das heutige Haus „Zum Spöckmeier“ als „der Familie Rackendorffer gehörig“ erwähnt; seine Eigentümer sind seitdem lückenlos aufgezeichnet.

Bilder der Vergangenheit

Aufnahmen des Münchner Stadtmuseums

 
 
 

Im Jahre 1520

Als erster Bierbrauer wird 1520 Hanns Kern genannt. 1687 gelangte die Brauerei als Erbschaft in den Besitz von Anna Katharina Köpflin, der Tochter des Hofrichters Joachim Köpf und seiner Gemahlin Maria Magdalena. Im gleichen Jahr heiratete die Erbin den Bräuer Melchior Spöckmeier, der so Mitbesitzer des Anwesens wurde und seiner Wirtschaft den Namen „Zum Spöckmeier“ gab.

Im Jahre 1827

1827 ging der Besitz an Franz Xaver Zacherl über, Bierbrauer in der Au. Nach dem Tode der Zacherl´schen Eheleute traten.

Im Jahre 1850

1850 Ludwig und Heinrich Schmederer als Erben den Besitz an, die das Haus 1895-97 umbauen und mit einem aufgemalten Rosenstock und dem Bild der Patrone Bavaria versehen ließen. Damit wurde der örtlichen Bezeichnung „Am Roseneck“ Rechnung getragen, die von einem im 18. Jahrhundert an diesem Anwesen angebrachten Madonnenbild mit der Beischrift „Rosa mystica“ abgeleitet wurde.

Im Jahre 1910

1910 kam der Spöckmeier dann in den Besitz der Paulaner-Salvator-Brauerei, die 1925 auch das benachbarte Anwesen Rosenstrasse 9 kaufte.

Im Jahre 1945

Am 14. Dezember 1945 schreibt eine Münchner Zeitung: „Der Spöckmeier wird abgebrochen. Ein Neubau des Hauses an der gleichen Stelle wäre wegen der ungleichen Baulinie nicht in Frage gekommen.“ Am 6. Juni 1950 berichtet die gleiche Zeitung: „Am Fronleichnamstag wird nach mehrjähriger Unterbrechung die Altmünchner Gaststätte „Zum Spöckmeier“ wieder eröffnet.“ Sie wurde damals allerdings in Richtung Marienplatz verlegt.

Die Jahre 1969 - 1972

Als 1969-1972 auf dem benachbarten Grundstück ein riesiger Kaufhausneubau entstand, wurde auch der „Spöckmeier“ neu aufgebaut. Die Wiedereröffnung im August 1972 mit dem Ministerpräsidenten, einem Minister, sechs Staatssekretären, elf Präsidenten, dem Oberbürgermeister und 18 Stadträten glich einem Staatsempfang.

Die Jahre 1480 - 1969

Für weitere Informationen klicken Sie die Jahreszahlen an.

Haus, Hof und Stallung der Kinder des Jörg Castner

Wirt Jörg Holzer

Wirt Wolfgang Wieland

Bierbrauer Hanns Kern

Wirt Ulrich Enichl

Koch Wolfgang Gannsmayr

Weinschenk Georg Mänhart

Bierbrauer Hans Sailer

Bierbrauer Georg Heugl

Bierbrauer Melchior Ständler

Ständlers Schwiegersohn Bierbrauer Mattäus Weiss übernimmt für eine Kaufsumme von 5500 das Wirtshaus

Bierbrauer Andreas Trieb

Andreas Trieb (Junior) verkauft das Anwesen am 17.03.1663 an den Bierbrauer
Zacharias Mezger und dessen Ehefrau.

Am 30. Juni 1687 heiratete Anna Katharina Köpf, die Tochter von Joachim Köpf, kurfürstlicher Hofrat und Hofrichter in Baumburg, und seine Ehefrau Maria Magdalena, geborene Mezger, vermutlich Enkelin des Vorbesitzers Zachariás Mezger, den Bierbrauer Michael Spöckmayr, der damit Miteigentümer wird.

Nach Michael Spöckmayrs Tod heiratete seine Witwe 1732 den Wildbrethändler Jakob Sandmayr.

Auf offener Gant erwarb am 18. Mai 1734 um 11700 Gulden der Bierbrauer Sebastian Spöckhmayr und seine Ehefrau Maria das Anwesen.

Am 1. August 1742 erbten die unmündigen Kinder (Maria Theresia + Joseph Paul) von Ihren Eltern Sebastian und Maria Spöckhmayr das Anwesen. Bis 1744 blieb die Familie Spöckhmayr im Besitz des Hauses am Roseneck, der Familienname der Spöckhmayr wurde der Hausname für das Anwesen Nr. 8 in der Rosengasse.

Thomas Lindtinger wird Besitzer der Rosengasse Nr. 8.

Am 23. Januar 1827 kauften die Bierbrauereheleute Franz Xaver und Elisabeth Zacherl das Wirtshaus „Am Roseneck“ in der Rosengasse Nummer 1006. Damals zählte München 67 117 Einwohner und 1 Maß braunes Winterbier kostete 4 Kreuzer, 1 Maß Gerstenbier 3 Kreuzer 1 Pfg. Zum Vergleich: 1 Pfund Schmalz 15 Kreuzer und 1 Pfund bestes Ochsenfleisch 9 Kreuzer.

Ein gestandener Münchner, der 1827 in Zacherls Wirtsstube „Am Roseneck“ einkehrte, zündete sich zuerst einmal seine Pfeife an, das Tabakrauchen auf der Straße war ja verboten. Dann bestellte er sich 1 Maß Paulanerbier und eine zünftige Brotzeit wie z.B. Bratwürste, Blut- und Leberwürste oder gesulztes Ochsenmaul, vielleicht auch eine Vorspeise, wie eingemachte Lunge, Kuttelfleck, Ragout von Bries und Euter oder gefüllte Kalbsohren.

Am 16. September 1849 starb der kinderlose Witwer Franz Xaver Zacherl im Alter von 77 Jahren an einem Schlaganfall. Das Gasthaus „Am Roseneck“ hinterließ er seinen Neffen Ludwig und Heinrich Schmederer. Damals lebten in München 88.849 Einwohner.

Im Häuserbuch der Stadt München ist festgestellt, dass am 28. Februar 1850 die Realitätenbesitzer Ludwig und Heinrich Schmederer das Gasthaus „Am Roseneck“ bekamen. Das Oktoberfest, für das die Spöckmeier Wirte immer eine geheime Liebe hatten und haben, fand 1850 den Höhepunkt mit der Enthüllung der „Bavaria“ auf der Theresienhöhe.

Getreu den Traditionen ihres Onkels führten die Neffen aus Tölz Zacherls Brauerei weiter, die 1886 in eine AG als „Gebrüder Schmederer Aktienbrauerei“ umgewandelt wurde, die aber weiter unter dem Einfluß des Hauses Schmederer stand. Seit 1886 wurde der Hausname „Zum Spöckmeier“ für das Lokal besonders hervorgehoben, die Bezeichnung „Am Roseneck“ wurde ein Beiname für „Zum Spöckmeier am Roseneck“

In diesem Jahr wurde der „Spöckmeier“ umgebaut und renoviert, der Bilderschmuck an der Fassade glänzte mit frischen Farben. Von den alten Spöckmeier Wirten erzählte ab 1897 eine Marmortafel, die auch heute noch erhalten ist.

Folgende Preise konnten 1905 notiert werden: 1 Maß Bier 26 Pfg., Tellerfleisch 40 Pfg., Schweinshaxen 1,20 Mark, Schnupftabak 10 Pfg. und der Taglohn 5,60 Mark.

Die Aktiengesellschaft Paulanerbräu-Salvatorbrauerei musste 1906 einen geeigneten Pächter für die Gastwirtschaft „Zum Spöckmeier“ suchen. Der geeignete Mann fand sich mit Kaspar Kreitmair aus Obermauerbach, dessen Familie die altbayerische Herkunft seit 1420 nachweisen kann. In München lebten damals 545000 Einwohner.

Kaspar Kreitmair war ein Mann, der den Errungenschaften seiner Zeit aufgeschlossen war. Er war auch stets bemüht, die bodenständige Wirtshaustradition im Kampf gegen die modernen Bierpaläste zu wahren. Friedrich Freska, ein bekannter Schriftsteller schrieb am 29, Januar 1913 in der Zeitschrift „Zeit im Bild“:
Da ist der Spöckmeier in der Rosenstrasse, dessen Weißwürstel einen besonderen Ruhm genießen. Hier sitzt ein altes, eingesessenes Publikum guter Münchner Bürger, die sich zu einem gemütlichen Abend zusammenfinden. Der Fremde, der den Münchner Bürger bereits seine sieben Stunden Arbeitszeit hinter sich hat, danach ist ihm ein Entspannen wohl zu gönnen.“

Am 21. Dezember 1925 erwarb die Paulanerbrauerei das Haus Nr. 9 in der Rosenstrasse.

Über ein Jubiläum bei „Spöckmeier“ berichtete die „Münchner Neuesten Nachrichten“ am 2. September 1926:
„Um die Salvatorzeit geht es beim Spöckmeier besonders hoch her; aber auch sonst kehren die Münchner namentlich am Vormittag zu den duftenden Weiß- und Bratwürsten gerne dort ein, in den Abendstunden ist das langgestreckte Lokal mit den Hirschgeweihen über den getäfelten Wänden, den Türen im Renaissancestil, voll besetzt. Für das Wohl seiner Stammgäste sorgt, von Frau Babette in trefflicher Küchenführung unterstützt, der Pächter Kaspar Kreitmair, der heuer im zwanzigsten Jahre seines Amtes waltet, also auch ein Jubiläum feiern kann, das – ebenso wie die Ziffern seines Bierumsatzes – kaum einer seiner Vorgänger erreicht hat. Dass unter den aufmerksamen langjährigen Bedienerinnen die „Rosa“ im Roseneck schon über 25 Jahre auf ihrem Posten ist, darf als ehrende Tatsache für Arbeitgeber und Arbeitnehmerin ebenfalls verzeichnet werden. Als ein Wahrzeichen der gemütlichen alten Münchner Art möge der Spöckmeier, der schon manches Säculum überdauert hat, noch weitere Jahrhunderte erhalten bleiben.“

Ende der zwanziger und in den frühen dreißiger Jahren wurden die wirtschaftlichen Verhältnisse immer schlechter. Der Bierverbrauch sank um über 20 Prozent. Eine Halbe Salvator in der Flasche kostete 60 Pfg. Kaspar Kreitmairs Sohn Wilhelm, der 1932 seine Frau Erni die er auf dem Nockherberg kennengelernt hatte heiratete, wurde 1932 Spöckmeier Wirt. Kaspar Kreitmair setzte sich zur Ruhe, starb aber schon ein Jahr später.

Wilhelm Kreitmair war wohl sehr stolz, dass unter seiner Leitung „250 Jahre Spöckmeier“ gefeiert werden konnte. Die „Neue freie Volkszeitung“ schrieb in der Ausgabe vom 28./29. August 1937:
Es wird wohl keinen Münchner geben, der nicht die Gaststätte „Zum Spöckmeier“ an der Rosenstrasse kennt oder dort nicht schon zu Gast war. Der Spöckmeier zählt zu den ältesten Gastbetrieben Deutschlands. Schon äußerlich erzählt das „Roseneck“ von seiner Vergangenheit. Gegen den Färbergraben zu zeigt es auf der vorspringenden Hauswand dekorative Malerei in einem Rosenbaum, das Bräuwappen und die Inschrift „Der Rose Zeichen soll Euch sagen – Das Roseneck heiss ich seit ältesten Tagen!“ Auf der gleichen Hauswand befinden sich auch noch andere Sinnsprüche, die auf die Stätte frohen Genusses hinweisen. Die Hauptzier des Hauses aber bildet die Seite nach der Rosenstrasse , die reich mit Bildern und Ornamenten geschmückt ist. „Der Rose Bild, der Rose Pracht – Am Roseneck euch entgegenlacht.“ Das Rosenmotiv kehrt in vielfachen Varianten immer wieder. Wenn heute der „Spöckmeier“ sein 250. Jubiläum feiern kann, so nimmt auch die Münchner Bevölkerung daran teil, weil er zu den bekanntesten und populärsten Gaststätten Münchens zählt.“

Einer Speisekarte vom 19. Juni 1938 sind folgende Preise zu entnehmen:
Spargel in heißer Butter 90 Pfg., Brotsuppe 20 Pfg., Echte Schildkrötensuppe 50 Prg., Leberkäs 40 Pfg., 4 Schweinswürstel mit Kraut 60 Pfg. Es muss erwähnt werden, dass das Anfangsgehalt eines Beamten im gehobenen Dienst nach Abitur, Arbeits- und Wehrdienst, also 22 Jahre alt, im Monat 80 Reichsmark betrug.

Am 7. Januar 1945, bei einem der schwersten Luftangriffe, wurde auch der „Spöckmeier“ schwer getroffen und brannte völlig aus. „Kein Neubau mehr an gleicher Stelle“, wurde im Dezember 1945 entschieden.

Der Wille zum Wiederaufbau Münchens war überall zu spüren. An Fronleichnam 1950 konnten Wilhelm und Erni Kreitmair wieder den „Spöckmeier“ eröffnen.
„Die Familie Kreitmair gab dem Begriff der Gastlichkeit im Spöckmeier-Haus neuen, glanzvollen Inhalt“ rühmte Brauereidirektor Dr. Rudolf Scheßl 1972 seine früheren Pächter. In diesem Jahr übernahmen Wilhelm und Erni Kreitmair auch das „Winzerer Fähndl“ auf dem Münchner Oktoberfest.

Im Zuge der Altstadtsanierung entschloss sich die Paulanerbrauerei 1969 zu einem erneuten Bau des nur 20 Jahre alt gewordenen „Spöckmeiers“.

Der Spöckmeier heute (Foto: © Stefan Bösl)zoom
 
 
 
 

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